Literaturwissenschaft
Die literaturwissenschaftliche
Definition des Begriffs Literatur ist komplex. Die Erkennungsmerkmale
von Literatur sind in der Literaturwissenschaft nicht greifbar benannt
und die bekannten Definitionen haben sich Laufe der Jahrhunderte
verändert. Das Aufkommen neuer Medien stiftet
zusätzlich Verwirrung, fördert neue Erkenntnisse und
fordert eine Verbreiterung der literarischen Wahrnehmung. Filmsprache
und die literarische Ausdrucksform mittels Comic gehören daher
auch zu den Betätigungsfeldern der Literaturwissenschaft.
Selbst anscheinend feste Größen wie Belletristik, Poesie und Dichtung, die auf den ersten Blick klare Erkennungsmerkmale aufweisen, haben Veränderungen und/oder Erweiterungen erfahren. Inzwischen ist es Usus, dass die Literaturwissenschaft auch Genres der Belletristik wie Kriminalroman, Heimatroman oder Liebesroman unbefangener zum Gegenstand objektiver wissenschaftlicher Bewertungen macht, statt sie pauschal mit dem Stempel „trivial“ zu versehen. Eine normative Festsetzung von Wesensmerkmalen ist in der Literatur nicht möglich. Das gilt auch für Poesie und Dichtung. Hier neigen konservativen Vertreter der Literaturwissenschaft dazu, von Sprachkunstwerken zu sprechen, die nach relativ engen Kriterien katalogisiert werden. Andere Literaturwissenschaftlicher beziehen sich bei dem Wort Poesie auf seinen griechischen Ursprung „poiesis“. Das Wort steht nicht nur für Dichten, sondern auch für Machen und richtet den Focus der Poesie auf das Fiktionale, das sich dem Formalismus bewusst entzieht.
Selbst anscheinend feste Größen wie Belletristik, Poesie und Dichtung, die auf den ersten Blick klare Erkennungsmerkmale aufweisen, haben Veränderungen und/oder Erweiterungen erfahren. Inzwischen ist es Usus, dass die Literaturwissenschaft auch Genres der Belletristik wie Kriminalroman, Heimatroman oder Liebesroman unbefangener zum Gegenstand objektiver wissenschaftlicher Bewertungen macht, statt sie pauschal mit dem Stempel „trivial“ zu versehen. Eine normative Festsetzung von Wesensmerkmalen ist in der Literatur nicht möglich. Das gilt auch für Poesie und Dichtung. Hier neigen konservativen Vertreter der Literaturwissenschaft dazu, von Sprachkunstwerken zu sprechen, die nach relativ engen Kriterien katalogisiert werden. Andere Literaturwissenschaftlicher beziehen sich bei dem Wort Poesie auf seinen griechischen Ursprung „poiesis“. Das Wort steht nicht nur für Dichten, sondern auch für Machen und richtet den Focus der Poesie auf das Fiktionale, das sich dem Formalismus bewusst entzieht.
Read more | March 16, 2011